Ihr Bürgerverein Ofenerdiek e.V.

immer mitten drin !

          Was uns im Stadtnorden interessiert               

Unsere Fragen an die Oldenburger Ratsfraktionen

1. Wie sehen Sie unsere Forderung nach einer Bahnunterführung für alle Verkehre am ehemaligen Bf. Ofenerdiek?

2. Unterstützen Sie unser geplantes Bürgerhaus als Begegnungsstätte für Alle? Wie ist Ihre Vorstellung dazu?

3. Wie sehen konkret Ihre Überlegungen und Maßnahmen aus, die dem s. g. schwachen Verkehr in unserem Stadtteil (Fußgänger, Radfahrer) sichere und gut ausgebaute Wege bieten?

4. Welche Ideen zur Ausgestaltung einer weiteren Stadtteilentwicklung haben Sie?

5. Nach unserer Erfahrung verhindert oder zumindest erschwert das derzeitige Einzelhandelsentwicklungskonzept die Neuansiedlung von Einzelhändlern in den einzelnen Stadtteilen, da der Innenstadt ein s. g. Vorrang eingeräumt wird. Wie sind Ihre Überlegungen dazu?

6. Die Firma Herzog verlässt in 2 bis 4 Jahren Ofenerdiek. Dadurch erhält Ofenerdiek die Gelegenheit, die freiwerdende Gewerbefläche (rund 18.000 qm) zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten. Wie sehen Ihre Ideen hierzu aus?

7. Die Anzahl der Starkregenfälle und ihre z. T. katastrophalen    Folgen für die Bürgerinnen und Bürger nehmen leider zu. Welche Maßnahmen halten Sie für notwendig, um die z. T. verheerenden Folgen zu verhindern bzw. wenigstens zu minimieren?

Hier die Antworten der Parteien

FDP

 Zu 1: Die FDP Oldenburg unterstützt die Forderung nach einer Bahnunterführung für alle Verkehre am ehemaligen Bahnhof Ofenerdiek vorbehaltlos! Die derzeitige Verkehrssituation ist eine Zumutung für alle - Pendler und Anwohner. Wir hoffen auf eine schnelle Problemlösung und Einigung mit der Deutschen Bahn und werden von unserer Seite alles dafür tun, dass die Bahnunterführung realisiert wird.

 Zu 2: Als FDP Oldenburg wollen wir bürgerschaftliches Engagement unterstützen. Ein Treffpunkt für Jung und Alt, eine Begegnungsstätte für die Bürgerinnen und Bürger fehlt in dem wachsenden Stadtteil Ofenerdiek. Daher hatte unsere FDP-Fraktion konkret im Stadtrat einen Antrag zur Nutzung des Bauernhauses (Lagerstraße 36) gestellt. Sollte diese Immobilie aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar sein, wäre ein Bürgerhaus auf dem neu zu planenden Gelände der Firma Herzog denkbar. In keinem Fall darf es eine exklusive und alleinige Entscheidung der Verwaltung oder des Stadtrates werden. Die Planungen zur Schaffung eines Bürgerhauses muss in enger Absprache mit den Vereinen Ofenerdieks und den Bürgerinnen und Bürgern getroffen werden.

 Zu 3: Eine kurzfristig umzusetzende Maßnahme wäre die flächendeckende Trennung der Verkehre durch Fahrbahnmarkierungen. Insgesamt sind die Wohnbereiche in Ofenerdiek aber schneller gewachsen als die Straßenanbindungen. Dies macht mittelfristig einen Straßenausbau unausweichlich. Hier müssen aus Sicht der FDP alle Verkehrsteilnehmer hinreichend berücksichtigt werden.

 Zu 4: Für die FDP Oldenburg ist das freiwerdende Areal der Firma Herzog ein Schlüsselbaustein zur weiteren Stadtteilentwicklung. Die Fläche sollte unter Einbeziehung des EDEKA-Marktes, der Firma Zimmermann und des Restaurants Pavillon zu einem Anlaufpunkt in Ofenerdiek werden. So könnte hier ein Stadtteilzentrum entstehen, das gut geplant unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird. So könnte z.B. auch ein kleiner Wochenmarkt entstehen. Bänke und Begrünung würden dem Bereich eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Insgesamt weist Ofenerdiek - auch im inneroldenburgischen Vergleich - eine hohe Lebens- und Wohnqualität auf, was für unverminderten Zuzug sorgt. Allerdings stößt das stete Verdichten mancherorts an die Grenzen des Verträglichen, da gerade auch die alte, ursprüngliche Bebauung mittlerweile überprägt und verdrängt wird.

 Zu 5: Als FDP möchten wir nicht die Innenstadt gegen einzelne Stadtteile oder Stadtteile gegeneinanderstellen. Wir sind der Überzeugung, dass jeder Stadtteil auch stationären Einzelhandel braucht. Das Areal der Firma Herzog bietet Chancen, hier ein tragfähiges Ensemble von Einzelhandelsläden anzusiedeln.

Darüber hinaus muss bei Leerständen darauf hingewirkt werden, dass Nachfolgeregelungen präferiert und nicht nur Abriss und Wohnungsneubau als Option gesehen werden.

 Zu 6: Wie unter den anderen Punkten bereits beschrieben: Die planerischen Chancen, die sich aus dem Wegzug der Firma Herzog ergeben, sind vielfältig und zukunftsweisend. Auf jeden Fall besteht die Möglichkeit, einen Stadtteilkern zu schaffen, der Ofenerdiek aufwertet und innovativ in die Zukunft gehen lässt.

 Zu 7: Ofenerdiek ist als Stadtteil schwer von den letzten Starkregenfällen getroffen worden. Durch die vermehrte Flächenversiegelung (Verdichtung) und den Wegfall der Gräben durch Straßenausbau, wird mehr Wasser direkt in die Kanalisation geleitet, die wiederum für solche Mengen offenbar nicht ausgelegt ist. Ziel muss es sein, diese Probleme schnellstmöglich anzugehen, gerade weil die Umsetzung eines flächendeckenden Kanalisationsausbaus erst mittel- bis langfristig zu erreichen ist. Dieser muss unbedingt mit dem Ausbau der Straßen (Frage 3) zusammen gedacht werden. Kurzfristig wäre es sinnvoll, dass Flächenversiegelung, da wo möglich, aufgebrochen wird und Entwässerungsgräben bis zum Ausbau der Kanalisation Bestand behalten. 

 CDU

Zu 1: Beim höhengleichen Bahnübergang Am Stadtrand, der zudem noch manuell gesteuert wird, handelt es sich um ein Nadelöhr mit hoher Verkehrsbelastung und langen Staus. Diese reichen zu Stoßzeiten weit in den Stadtteil hinein. Die aktuellen Proteste und „Bahnwachen" der Ofenerdiekerinnen und Ofenerdieker machen deutlich, dass dringend Handlungsbedarf besteht. Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, dass die Gespräche zwischen Stadt und Bahn intensiviert werden, um eine tragfähige Lösung zu finden. Ziel muss es sein, die Verkehrssituation zu entschärfen, was auch für die Entwicklung des Stadtteils von Bedeutung ist.

Zu 2: Grundsätzlich begrüßt die CDU-Fraktion die Einrichtung von Bürgerhäusern in den Stadtteilen. Da zahlreiche Traditionsgaststätten wie der Ofenerdieker Krug nicht mehr existieren, fehlen gut erreichbare Treffpunkte vor Ort. Aus diesem Grund diskutieren wir in den Ratsgremien aktuell das Konzept „Orte für alle — Bürgertreffpunkte in Oldenburg" Hier gilt es, zunächst die Ergebnisse abzuwarten, um daraus konkrete Vorschläge für die Stadtteile abzuleiten. Die CDU-Fraktion hält es für erstrebenswert, vorhandene Immobilien oder Räume in die Planungen einzubeziehen - wie etwa das denkmalgeschützte Gebäude an der Lagerstraße. Voraussetzung ist jedoch ein sinnvolles Finanzierungs- und Nutzungskonzept.

 Zu 3: Gerade in einem familienfreundlichen Stadtteil wie Ofenerdiek sind gut ausgebaute Fuß- und Radwege besonders wichtig. Wir brauchen sichere Wege für Radfahrer, Kinderwagen oder Senioren mit Rollator. Daher werden wir kritische Bereiche im Stadtteil - wie die Straße Am Alexandersfeld rund um die Sportanlagen - besonders im Blick behalten.

 Zu 4: Die Entwicklung der Stadtteile ist und bleibt eine zentrale kommunalpolitische Aufgabe. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müssen wir eine verbrauchernahe Versorgung und eine gut getaktete Verkehrsanbindung vorhalten. In Ofenerdiek ist die Entwicklung auch aufgrund der ungeklärten Problematik am Bahnübergang Stadtrand (siehe Frage 1) ins Stocken geraten. Dennoch darf dies nicht als Entschuldigung für Tatenlosigkeit dienen. Schließlich hat bereits im Jahr 2017 ein Stadtteilworkshop mit Bürgerinnen und Bürgern stattgefunden. Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, die Entwicklung nicht weiter zu blockieren. Ofenerdiek braucht vor allem einen Verbrauchermarkt im Stadtteil, um die Nahversorgung vor Ort zu gewährleisten. Ideen, wie die Wiedereinrichtung eines Stadtteilbahnhofs, sollten ebenfalls weiter verfolgt werden.

 Zu 5: Nach Auffassung der CDU-Fraktion darf die Entwicklung der Stadtteile und der Innenstadt nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Wir brauchen eine gut frequentierte Innenstadt, setzen uns aber ebenso für lebendige Stadtteile ein. Aus diesem Grund ist es bedauerlich, dass einige inhabergeführte Einzelhändler ihre Traditionsgeschäfte im Stadtteil aufgegeben haben. Das liegt unserer Auffassung nach allerdings nicht primär am Einzelhandelsentwicklungskonzept, sondern an der wachsenden Konkurrenz durch den Onlinehandel und die Warenhausketten, die dem inhabergeführten Einzelhandel sowohl im Zentrum als auch in den Stadtteilen das Leben schwer macht. Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sind hiervon ausgenommen, was sich auch bei den Geschäften in Ofenerdiek widerspiegelt.

 Zu 6: Die CDU-Fraktion bedauert die Entscheidung der Firma Herzog, ihren Standort am Alexanderhaus zu verlassen. Der Schritt des Unternehmens ist jedoch nachvollziehbar, da der Platz vor Ort in Zukunft nicht mehr ausreicht. Uns ist es wichtig, für das Gelände eine gute Nachnutzung zu finden, da hier viel Potenzial für die Quartiersentwicklung in Ofenerdiek steckt. Hier sollten sich Politik, Verwaltung und die Ofenerdieker Vereine an einen Tisch setzen und ihre Ideen einbringen.

Zu 7: Der Starkregen am 5. Juni 2021 hat in Ofenerdiek zum wiederholten Male für etliche Überschwemmungen gesorgt. Tendenz steigend. Für Oldenburg gibt es eine sogenannte Starkregenkarte des OOWV. Zu sehen ist dort unter anderem, wo bei starkem Regen das Wasser im Stadtgebiet zusammenläuft. Alle Gebäudebereiche bzw. Räumlichkeiten, die aufgrund ihrer Lage besonders gefährdet sind, sollten durch entsprechenden Objektschutz gesichert werden. Die Gräben sollen nach Möglichkeit erhalten, aber so verändert und ergänzt werden, dass eine ausreichende Leistungsfähigkeit erreicht wird.

 Im Hinblick auf die Bahnthemen (Übergang Am Stadtrand, Stadtteilbahnhof) müssen wir jedoch die weitere Entwicklung, das heißt vor allem die Gespräche zwischen der Stadt Oldenburg und der Deutschen Bahn, abwarten. Zu diesem Zeitpunkt konkrete Versprechungen zu geben, hält die CDU-Fraktion gerade in Wahlkampfzeiten daher für unseriös. Gleiches gilt im Hinblick auf die Stadtteilentwicklung. Wie Sie wissen, wird das Thema von der Verwaltung derzeit nicht weiter bearbeitet, obwohl der Stadtteil-Workshop bereits im Jahr 2017 stattfand. Konkrete Ergebnisse liegen uns somit noch nicht vor. An dieser Stelle sind wir jedoch auf einen Verfahrensvorschlag der Verwaltung angewiesen. Dafür bitten wir um Verständnis.

 SPD

Zu 1: Bereits während der Montagsdemonstrationen in den Jahren 2011 und 2012 haben wir als SPD eine mögliche Unterführung am Stadtrand für sinnvoll erachtet. Es ist dann auch von uns die anschließende Machbarkeitsstudie initiiert worden. In dieser Studie sind drei Varianten im Zusammenhang mit der Schließung des Bahnübergangs Karuschenweg sowie auch die Null-plus-Variante untersucht worden. In der Zwischenzeit ist eine weitere Variante als Idee des Bürgervereins hinzugekommen.

Seit diesem Zeitpunkt sind fast 10 Jahre vergangen, das Verkehrsaufkommen ist stärker geworden, der Zugverkehr hat zugenommen und die Schrankentechnik ist nach wie vor die Alte.

Deshalb ist es jetzt dringend erforderlich, die in Vorbereitung befindliche Planungsvereinbarung mit der DB abzuschließen. Damit werden alle denkbaren Varianten genau untersucht – auf die vorhandene Machbarkeitsstudie wird aufgesetzt. Vor- und Nachteile der einzelnen Möglichkeiten – gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer - müssen wir gemeinsam genau abwägen, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die SPD-Fraktion hat deshalb auch für den diesjährigen Haushalt Planungskosten von 200 T€ im Haushalt verankert. Des Weiteren ist wichtig, dass mit dem neuen Eisenbahnkreuzungsgesetz die Stadt nicht mehr an den Umbaukosten beteiligt wird. Es gilt folgende Aufteilung: ½ Bund, 1/3 Bahn, 1/6 Land – unter der Voraussetzung, dass der Nachweis geführt wird, dass der Bahnübergang nicht mehr tragbar ist.

 Die SPD steht - wie schon in der Vergangenheit - an Ihrer Seite.

 Zu 2: Bereits in den vergangenen Jahren hat die SPD-Fraktion Beträge für das Projekt „Bürgerhäuser“ im Haushalt eingesetzt und dafür gesorgt, dass eine Bürgerwerkstatt eingerichtet wird, um zu klären, wie und mit welcher Unterstützung solche Orte erreicht werden können. Die Initiative, die sich in Ofenerdiek/Alexandersfeld gebildet hat, unterstützen wir sowie auch die Überlegung, aus dem denkmalgeschützten Bauernhaus mit entsprechender Sanierung möglicherweise eine Begegnungsstätte zu entwickeln. Wichtig ist aus unserer Sicht aber auch, dass mit dem vorhandenen bürgerschaftlichen Engagement sich ein Betreibermodell entwickeln lässt, um eine zukunftsfähige, tragfähige Lösung zu erreichen. Wir sehen aber sehr wohl, dass sich ein solches Haus nur durch die Versorgung durch die Stadt nicht etablieren lässt. Gegenwärtig ist ein Gesamtkonzept ORTE FÜR ALLE von der Verwaltung in den Beratungsprozess eingebracht worden. Hier wird deutlich, dass das vorgeschlagene Verfahren gemeinsam mit der Interessengruppe Bürgerhaus erprobt wird. Diesen Weg unterstützen wir voll und ganz.

 Zu 3: Unter dem Aspekt der Mobilitätswende – weg von einer Steigerung des MIVs (motorisierter Individualverkehr) hin zu mehr Radverkehr und ÖPNV – auch im Hinblick auf den Weg zur Klimaneutralität ist es für die SPD wichtig, den Verkehrsraum für alle Teilnehmer ganzheitlich zu betrachten. Endgültige angepasste Veränderungen kann es erst im Zusammenhang mit einzelnen Straßenbaumaßnahmen geben. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Rahmenplans Mobilität und Verkehr 2030, die jetzt anläuft, setzen wir uns auch für die Verbesserung der Verkehrssituation – gerade auch der schwächeren Verkehrsteilnehmer – in den Stadtteilen ein. Hier erwarten wir auch eine entsprechende Bürgerbeteiligung.

 Zu 4: Diese Frage ist nach unserer Meinung gemeinsam mit der Frage Nr. 6 (der Veränderung der Gewerbesituation durch den geplanten Wegzug der Firma Herzog) sowie auch mit der Frage Nr. 1 (Bahnübergang Am Stadtrand) zu betrachten.

Die SPD sieht einen engen Zusammenhang dieser einzelnen aufgeführten Fragestellungen. Die weitere Rahmenplanung der Stadtteilentwicklung muss jetzt zügig nach der langen Wartezeit in die endgültige Phase gebracht werden. Das bedeutet, dass wir uns dafür einsetzen, hier neben der Veränderung durch die Firma Herzog auch das benachbarte Areal des Großmarktes, das sich gegenwärtig auch durch zusätzliche Gewerbeansiedlungen verändert hat, betrachtet werden muss.

Die SPD setzt sich klar für eine ganzheitliche Betrachtung ein einschl. der Verkehrsbeziehungen mit Veränderung des Bahnübergangs – wie der zu schmale Fußweg Am Alexandershaus - sowie auch der Nahversorgungssituation, die sich durchaus modernisieren sollte. Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang auch, dass durch die vorhandenen Grünstrukturen (wie Swarte-Moor-See, Sportplätze, Waldfriedhof mit dem angrenzenden Waldbereich, Bereich Ostring/Schafjückenweg) die Wohn- und Aufenthaltsqualität enthalten bleibt.

 Zu 5: Das Einzelhandelsentwicklungskonzept sorgt in den Stadtteilen dafür, dass sich innerhalb der zentralen Versorgungsbereiche die Nahversorgungsbetriebe ansiedeln und auch entwickeln können. Ofenerdiek bildet hier gegenwärtig noch einen Sonderstatus, da die Abgrenzung von 2007 auch 2015 aufgrund der seinerzeitigen unklaren Situation der Bahn unverändert geblieben ist. Schon in der seinerzeitigen Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches gab es auch darüber hinaus Einzelhandel. In der tatsächlichen Entwicklung haben sich im Laufe der Zeit jedoch Veränderungen ergeben. Hieraus wird auch deutlich, dass das EEK kein dogmatisches Instrument ist. Veränderungen, wenn sie für das Gesamtgefüge sinnvoll, sich auch im Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept sowie der Innenstadtrelevanz einfügen, machbar sind.

Für diese machbaren und sinnvollen Veränderungen ist die SPD-Fraktion offen. In diesem Zusammenhang treten wir sehr deutlich dafür ein, dass die Rahmenplanung für das Stadtteilzentrum Ofenerdiek im Zusammenhang mit den aktuellen Veränderungen (Bahn, Herzog) vorangetrieben wird. 

 Zu 6: Siehe Antwort Frage Nr. 4

 Zu 7: Die Starkregenereignisse haben leider in den letzten Jahren und werden sicher auch in Zukunft aufgrund der Klimaveränderungen wohl zunehmen. Das trifft einzelne Straßen – wie z. B. die Bilder vom Neusüdender Weg Anfang Juni gezeigt haben – besonders hart. Hierzu ist es auf der einen Seite erforderlich, gemeinsam mit den Planern der Stadt sowie auch des OOWVs Planungen und Verbesserungen bis zum Ausbau der Straße auf den Weg zu bringen. Auf der anderen Seite ist es notwendig, den Eigentümern Handlungskonzepte zu vermitteln, welche Aktivitäten von ihrer Seite sinnvoll sind, die die verheerenden Auswirkungen abmildern. Dazu gehören sicher auch, dass z. B. im Kanalabfluss eine Rückschlagklappe eingebaut wird oder dass Entwässerungsgräben zwischen den Grundstücken erhalten werden.

Die SPD-Fraktion setzt sich für einen zügigen Ausbau der besonders belasteten Straßen ein und hält es in diesen Bereichen für wichtig, das Regenwasserrückhaltekonzept zu überprüfen und Verbesserungen vorzunehmen. 

 Die Linke

Zu 1: Ich stehe hinter dieser Forderung. Nicht nur, dass es in der derzeitigen Situation zu erheblichen Stauungen des Verkehrs kommt, der aktuelle Bahnübergang stellt auch ein Sicherheitsrisiko dar. Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei werden dadurch in ihrer Arbeit behindert, oder müssen einen Umweg in Kauf nehmen. Dieser Umstand könnte sich mit dem Ausbau des Jade-Weser Ports und den im Zuge dessen evtl. zunehmenden Gütertransporten noch verschlimmern. Eine Bahnunterführung würde hier Abhilfe schaffen und die Lage deutlich beruhigen.

 Zu 2: Meine Partei und ich fordern derartige Projekte für die ganze Stadt. Derlei Begegnungsorte für die Bürgerinnen und Bürger sind von hohem Wert für den Zusammenhalt und die Identifizierung mit der Stadt. An solchen Orte, können Menschen nicht nur zusammenkommen, es können Veranstaltungen für und von Jung und Alt organisiert werden. In Kombination mit einem Bürgercafé, in dem u.a. Gebäck o.ä., aus lokaler Produktion (und von der Stadt subventioniert) günstig angeboten werden können solche Bürgerhäuser von großem Wert für die Gemeinschaft sein.

 Zu 3: Ein besonderes Anliegen ist, unter anderem, der Ausbau der Fahrradwege und -straßen. Dazu gehört u.a., dass Fahrradwege entsprechend als solche gekennzeichnet werden müssen; eine einfache Linie auf dem Boden der Straße trägt nur wenig zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer bei. Auch die Ausweisung weiterer Fahrradvorrangstraßen ist notwendig.

Zudem bestünde die Möglichkeit mittels eines Ausbaus des Park & Ride Angebots insbesondere den motorisierten Individualverkehr in Richtung Innenstadt zu verringern und den Verkehr auf dieser Strecke für alle Teilnehmer sicherer zu gestalten.

 Zu 4: Um die Stadtteile mehr in die Politik und die Stadtentwicklung mit einbeziehen und so mehr Demokratie gewährleisten zu können, setze ich mich für die Gründung von Einwohnerforen ein. Diese Einwohnerforen würden sich halbjährlich im Stadtteilzentrum treffen, wären allen Einwohnern des Stadtteils offen zugänglich und würden die, für die Politik verpflichtende Möglichkeit bieten, die Fraktionen im Rat und die Verwaltung zu ihrer Arbeit und ihren weiteren Vorhaben zu befragen. Zudem sollte es für diese Einwohnerforen die Möglichkeit geben Entschließungen zu fassen und Vertreter zu wählen, die die Kommunikation mit der Verwaltung in der Zeit zwischen den Einwohnerforen pflegen und die Einhaltung von Zusagen kontrollieren.

Auch die Intensivierung persönlicher Kommunikation zwischen Verwaltung und Stadtteilen in Stadtteilbüros sind eine wichtige Maßnahme für mehr Demokratie und Transparenz.

Auch der ÖPNV spielt bei der Weiterentwicklung der Stadtteile eine Rolle. So ist die bisherige Liniennetz durch eine Ringverbindung zu ergänzen, welche die Stadtteile direkt miteinander verbindet.

Es ist wichtig für mich und meine Partei in enger Zusammenarbeit mit Bürgervereinen, Stadtteilinitiativen und Bewegungen im Interesse der Menschen zu handeln.

 Zu 5: Diese Analyse kann ich ohne weiteres teilen. Es ist notwendig derlei Muster aufzubrechen, zumal über immer größere Flächen in der Innenstadt und in Centern sich nur noch große Ketten ansiedeln können, während die Preise für lokale Einzelhändler und Gastronomen kaum mehr tragbar sind. Dies führt zu einer Zentrierung auf einige wenige Stellen und schadet den einzelnen Stadtteilen. Die Grundversorgung, nebst Supermärkten auch Drogerien, sind in jedem Fall in den einzelnen Stadtteilen zu gewährleisten.

Der Ansiedlung von Einzelhändlern in den Stadtteilen kann mit Programmen, wie dem der Pop-up-Stores in Bremen unter die Arme gegriffen werden. Dieses Konzept sieht vor, dass sich junger Unternehmer, Start-Up-Gründer etc. für einen befristeten Zeitraum ein Geschäft eröffnen können (in Bremen sind es 10 Monate). Die Miete für die Ladenfläche wird dabei entweder vollständig oder zu Teilen von der Stadt übernommen; des Weiteren wird bei der Vernetzung mit weiteren lokalen Wirtschaftsakteuren unterstützt. Auf diese Weise macht man den Standort insbesondere für junge Unternehmen attraktiv, die das Risiko der enorm hohen Kosten im Innenstadtbereich allein kaum eingehen können. Sollten die einzelnen Geschäfte erfolgreich sein, kann den Einzelhändlern längere Verträge zu guten Konditionen angeboten werden, damit sie sich im Stadtteil verankern können.

 Zu 6: Hierbei handelt es sich um enorm viel Platz. Zuerst; in die Planung sollten unbedingt die Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen werden.

Vielversprechend wäre es vermutlich auf dieser großen Fläche einen neuen und moderneren Edeka-Markt zu eröffnen – die Filiale Am Stadtrand könnte entsprechend umziehen. Zudem würde die übrige Fläche Möglichkeiten für die Ansiedlung von Drogeriemärkten bieten. Auch die Gründung eines expliziten Jugendzentrums auf dem Gelände wäre sicherlich eine interessante Idee.

 Zu 7: Um sich auf den vermehrt auftretenden Starkregen vorzubereiten, existieren verschiedene Ansätze. Zuerst sollte der Rückbau versiegelter Flächen in Angriff genommen werden. Versiegelte Flächen erschweren es dem Wasser zu versickern. Bei Neubauten sollte so wenig und so durchlässig wie möglich versiegelt werden. Zudem sollte bei der Ausweisung von Bauland immer ein Anger als Sickerflächen eingeplant werden. Auch eine vermehrte Dach- und Fassadenbegrünung von Gebäuden kann dazu beitragen, dass ein Teil des Regens zurückgehalten werden kann. Neben der Dach- und Fassadenbegrünung wäre auch die Installation von Wasserspeichern auf öffentlichen Gebäuden eine Möglichkeit, um dem Starkregen Herr zu werden. Zudem ist der Bau von Regenrückhaltebecken notwendig, sowie die Ausweisung von Verdunstungsflächen. Derlei Maßnahmen wären schnell umsetzbar und würden Wirkung zeigen.

Grüne


Die Grünen melden zurück, dass aufgrund der Kurzfristigkeit keine ausführliche Ausarbeitung zu all den Fragen angeboten werden können. Sie verweisen auf Ausführungen anlässlich eines Besuches des ersten Vorsitzenden bei der Fraktion und einem Austausch mit Jutta Schober-Stockmann und einem Interview im HUGO-Journal.

Außerdem wird es in der Wahlkampfphase noch genügend Zeit geben für persönliche Gespräche am Wahlkampfstand.

 

Nach mehrfacher Aufforderung diese Stellungnahme vom 25. Juli 2021:

 

Zu Frage 1:
Wir GRÜNE sind grundsätzlich offen für die Forderung nach einer Bahnunterführung für alle Verkehre an ehemaligen Bahnhof Ofenerdiek. Jedoch haben wir insbesondere auch die Interessen des Fußverkehrs und des Radverkehrs im Blick.

Durch die für die Unterführung notwendigen langen Rampen, die in einer U-Form angeordnet werden müssen, entstehen recht lange Wege mit Gefälle: diese sind nicht so komfortabel für den Rad- und Fußverkehr. Zudem ist durch die U-Form die Unterführung nicht so gut einsehbar von oben. In der dunklen Jahreszeit kann das - gerade für FußgängerInnen - zu einem mulmigen Gefühl bei dem Hindurchlaufen führen.
Wir GRÜNE sind auch für die Reaktivierung des Bahnhofs Ofenerdiek. Von Ofenerdiek in wenigen Minuten mit der Bahn in die Innenstadt zu fahren, ist attraktiv und sollte möglichst umgesetzt werden.
Wir GRÜNE wollen die Ergebnisse des Gutachtens des Ingenieurbüros Bernard - Gruppe aus Berlin berücksichtigen, die Anfang 2022 erwartet werden. Danach wollen wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entscheiden, welche Variante die Stadt Oldenburg umsetzen soll.

zu Frage 2:
Das geplante Bürgerhaus als Begegnungsstätte für Alle unterstützen wir. Es ist absolut notwendig und muß umgesetzt werden. Wir GRÜNE können uns vorstellen, daß die Stadt das Gebäude sehr kostengünstig zur Verfügung stellt und das Haus von einem Freundeskreis gemanagt wird.


zu Frage 3.

Wir GRÜNE fordern breite, asphaltierte Radwege, auf denen auch E-Bikes, Lastenräder usw. bequem, schnell und sicher fahren können. Für die meisten Radfahrenden ist es nicht so angenehm, auf der Strasse zusammen mit dem Kfz-Verkehr zu fahren. Dadurch haben auch die FußgängerInnen wieder ihren Fußweg separat und es kommt nicht zu Konfliktsituationen können verhindert werden.
Wir GRÜNE sind bereit, die für den zügigen Ausbau der guten Radwege erforderlichen finanziellen Mittel bereit zu stellen, damit die Radwege in Oldenburg spürbar verbessert werden und nicht Flickwerk bleiben wie in den vergangenen Jahren.

zu Frage 4.
Wir GRÜNE wollen die Nahversorgung durch Wochenmärkte und bessere regionale Wirtschaftskreisläufe fördern. Ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr ist unabdingbar. Wir setzen uns auch im Stadtnorden ein für mehr Orte der Begegnung im öffentlichen Raum sowie für mehr dezentrale Möglichkeiten für Kunst und Kultur.

zu Frage 5.
Das überaltete Einzelhandelskonzept von 2007 wurde für Ofenerdiek speziell aufgrund der unklaren Bedingungen nicht fortgeschrieben. Hier gilt es, aktuelle Veränderungsmöglichkeiten und Perspektiven aufzunehmen und zu berücksichtigen. Selbstverständlich muss Oldenburg als Ganzes gesehen werden und der Nutzen für zentrale- und parallel auch wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten differenziert betrachtet werden. Corona hat den Trend des digitalen Einkaufs verstärkt. Der Einzelhandel muss nach einer konkreten Analyse in unseren Stadtteilen marketingtechnisch kreativ unterstützt werden. Wir werden uns dafür einsetzen, den Stadtnorden lebens- und liebenswert zu erhalten.

zu Frage 6.
Wir GRÜNE hoffen und erwarten, daß die Firma Herzog in Oldenburg bleibt und nicht nach Wiefelstede oder Rastede umzieht. Die Nachnutzung des derzeitigen Firmengeländes eröffnet viele Chancen und Möglichkeiten, die wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren und entscheiden wollen. Die bisherigen Eigentümer wollen dabei unterstützen. Wir orientieren uns an der Stärkung des Stadtteilzentrums Ofenerdiek, damit Ofenerdiek noch attraktiver wird.

zu Frage 7.
Die zunehmenden Starkregenfälle wie zuletzt am 5.Juni 2021 im Stadtnorden und Rastede und ganz aktuell Mitte Juli in NRW und Rheinland-Pfalz müssen auch für die Kommunalpolitik ein Weckruf sein, endlich konsequenten Klimaschutz zu betreiben. Vor Ort müssen wir die Entwässerung mit Gräben und Regenrückhaltebecken verbessern, um katastrophale Auswirkungen für die Menschen und die Gebäude zukünftig möglichst zu verhindern.

 

AfD

Ein geplantes Bürgerhaus ist zwingend erforderlich für den Stadtteil Ofenerdiek. Hier haben wir noch vor dem FDP-Antrag für das verlassene Gebäude an der Lagerstrasse plädiert. Selbstverständlich muss dieses entsprechend um- und ausgebaut werden. Die Vorteile liegen in der Erreichbarkeit des Gebäudes und der guten Parkplatzsituation. Auch die naheliegende Bushaltestelle kann als positiv bewertet werden. Wir verstehen daher nicht ganz, wieso die Stadt Oldenburg (Inhaber der Immobilie) und andere Parteien im Stadtrat diese Vorteile nicht erkennen bzw. hier kein Bürgerhaus mit historischem Hintergrund errichten will. 

Ein weiterer Ausbau von Fuß- und Radwegen ist unabdingbar für die weitere Entwicklung des Stadtteiles Ofenerdiek. Hier zeigt sich leider, dass entsprechende Planungen nicht angestellt wurden, bzw. diese nicht energisch im Rat verfolgt werden. Politiker der Altparteien im Wahlkreis haben hier leider seit Jahren versagt – dabei wäre es Ihre Aufgabe sich für Ihren Wahlkreis stark zu machen. Der Ausbau muss aber mit Augenmaß erfolgen und darf nicht nur einseitig auf Lasten des Automobilverkehrs gehen, denn dies sorgt in der Praxis schnell für neue Engstellen, Aufstauungen und damit neuen Gefahrenpunkten, gerade für den sogenannten schwachen Verkehr. Die bestehende Infrastruktur sollte zudem verbessert werden, die Radwege ähneln oft eher einer Huckelpiste als einem Radweg. Ein gefährlicher Punkt sind aber auch schwer einsehbare Kreuzungen in Ofenerdiek, hier wird ein Fußgänger oder Radfahrer schnell übersehen. Dort kann vereinzelt durch einfache bauliche Maßnahmen schnell Abhilfe geleistet werden, manchmal ist auch der Dialog und Kompromiss mit Anwohnern notwendig. 

Die Ideen zur weiteren Ausgestaltung und Entwicklung des Stadtteiles sind vielfach. An einer etwaigen Entwicklung sollten grundsätzlich demokratisch sowohl die Bürger- als auch die Kaufmannschaft beteiligt werden. Es sollte ergebnisoffen ohne ideologische Schranken gedacht und entwickelt werden. Eine Bahnunterführung ist hier hilfreich – die getrennten Teile Ofenerdieks zu vereinen und wird durch uns befürwortet. Auch hier haben die Altparteien seit Ende der 1960er Jahre schlichtweg geschlafen bzw. die Idee einer Unterführung nur halbherzig betrieben. Sich jetzt medienwirksam an den Demonstrationen zu beteiligen sind unserer Meinung nach Nebelkerzen, die vom eigentlichen Nichtstun der Altparteien ablenken sollen. Wir stellen uns weitere Grünanlagen für die Allgemeinheit am alten Bahnhof vor, weiter können wir uns auch einen Stadtteilbahnhof vorstellen. Ein Supermarkt an der Weissenmoorstrasse (evt. ehemaliges Gebäude Fahrrad Beilken) ist gerade für die älteren Mitbewohner des Stadtteiles wünschenswert. Die Liste ist selbstverständlich nicht abschließend, möge aber einen kleinen Einblick in unsere Überlegungen geben. Diese Punkte sind Beispiele, die sich auch in unserem Kommunalwahlprogramm für Oldenburg wiederfinden, mehr Bürgerbeteiligung, Reaktivierung der Stadtteilbahnhöfe, modernes Verkehrsnetz und ein effektiverer ÖPNV. 

Mit diesem Punkt hat sich die Oldenburger AfD schon lange mit der Thematik beschäftigt. Bereits in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister im Mai 2020 fordern wir offiziell entsprechende Entwicklungspläne für die Stadtteile Oldenburgs – somit auch für Ofenerdiek. Hier sind in der Prozessstrecke selbstverständlich der Einzelhandel als auch Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen. Auch die jeweiligen Sportvereine sollten zu Wort kommen. Am Rande möchte ich erwähnen, dass die Oldenburger AfD zudem ein Konzept für die Erstarkung der Innenstadt vorgelegt haben, welches seitens der Stadt teilweise umgesetzt wurde, natürlich ohne unsere Partei auch nur im Geringsten zu erwähnen. Auch hier haben die Altparteien – aber auch der Oberbürgermeister schlechte Arbeit geleistet – wenn wir zum Beispiel den Leerstand in der Innenstadt sehen. Natürlich ist die Innenstadt ein Magnet für Touristen und Besucher von außerhalb. Aber wir müssen auch an die Anwohner denken, diese dürfen am Ende nicht auf der Strecke bleiben. Gerade in einer alternden Gesellschaft ist die Mobilität nicht mehr uneingeschränkt gegeben, deshalb braucht es starke Strukturen in den einzelnen Stadtteilen. Hier sollte den Marktkräften mehr Spielraum eingeräumt werden, anstatt alles sozialistisch bis ins Detail vorplanen zu wollen, denn klappte nur in den seltensten Fällen zufriedenstellend. 

Die zur Verfügung stehende Fläche sollte für Wohnungen und Geschäfte genutzt werden. Eine Art weiterer Ortskern könnte entstehen – durch eine Unterführung zudem auch noch gut verbunden. Wenn möglich könnte über einen Umzug der Firma Zimmermann nachgedacht werden, die dann auf einen Teil des Herzog Geländes eine neue Heimat finden würde. So könnten die Flächen zum Ortskern optisch weiter zusammengeführt werden und stärken damit den Gesamteindruck. Zusammen mit den oben beschriebenen Maßnahmen stärken wir damit den Stadtteil Ofenerdiek und lassen viele Möglichkeiten der Entwicklung. Damit würden wir Kaufleuten eine interessante Option bieten aber auch dem Wohnungsdruck in zentraler Lage nachkommen können, denn bezahlbarer Wohnraum ist für junge Familien, die nur über ein durchschnittliches Einkommen verfügen oft nicht mehr zu finden. Doch die Durchmischung der Stadtteile mit Jung und Alt ist für die Zukunft elementar wichtig.

Von der  WFO  haben wir bis zum heutigen Tag keinerlei Rückmeldung erhalten.